Bericht des Kommandanten zur JHVS 2013

  

Wenn wir heute das Jahr 2013 aus Sicht der Feuerwehr revuepassieren lassen, so glaube ich, können wir auf ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Einige werden sich jetzt wundern, aber ich kann Euch beruhigen. Ich habe den Kassabericht vom Kassier nicht vergessen.

Ich habe auch den Juni 2013, das katastrophale Wetter und die daraus resultierenden Folgen für das Zeltfest ebenso wenig vergessen wie den Einsatzmarathon und die schlaflosen Nächte in diesen Tagen.

Ich habe auch den einen oder anderen Leistungsbewerb oder so manches Gespräch in der Marktstrasse 21 nicht vergessen.

Es war unbestritten ein sehr schwieriges, ein sehr anstrengendes Jahr, das den Einen oder Anderen von uns, und ich muss zugeben auch mich,  manchmal an seine Grenzen stoßen hat lassen.

Aber dennoch, 2013 war erfolgreich wie selten eine Jahr zuvor:

  • Wir haben einen Neuzugang in der Jugendgruppe und 4  Übertritte in den Aktivstand, wobei diese 4 ausgesprochen fleißig mitarbeiten
  • Wir hatten selten zuvor so viele Lehrgangsteilnahmen an der OÖ-LFS.
  • Wir haben 14 neu ausgebildete 5,5 Tonnen Kraftfahrer für das Kleinlöschfahrzeug,  12 neu ausgebildete Maschinisten und 5 neu ausgebildete Atemschutzträger
  • Wir durften 4 Kameraden zum Funkleistungsabzeichen in Bronze und 3 Kameraden zum Atemschutzleistungsabzeichen in Bronze gratulieren
  • Wir hatten das Glück dass wir einen Menschen bei einer Suchaktion rechtzeitig finden, und ihm damit das Leben retten konnten
  • Wir haben ein Zeltfest unter widrigsten Bedingungen, ohne Sonntag, aber zum Glück auch ohne Verletzte, mit einem wenn auch relativ geringen, aber doch mit einem Gewinn abgeschlossen
  • Wir konnten entgegen aller Prognosen, den Verkauf des Rüstlöschfahrzeuges über jeder Erwartung abschließen und am 22. August ein Fahrzeug in Dienst stellen, dass seither alle Erwartungen bei Weitem übertrifft
  • Wir konnten die Löschwasserversorgung am Richtberg in einem einsatzentscheidenden Ausmaß verbessern und haben nun zumindest die Chance, nach Leib und Leben auch das Hab und Gut der Bewohner zu schützen
  • Wir haben notwendigerweise zum Jahresende noch für 20 Mann die Schutzbekleidung und die Helme angeschafft
  • Wir haben einen elektrischen Hochhubwagen und einen Lagercontainer angekauft und konnten so die katastrophale Platznot im Feuerwehrhaus vorübergehend etwas verbessern
  • Wir hatten 2013 110 Einsätze mit zusammen 1.362 Stunden. Eine Steigerung der Brandeinsätze um 13%, jene der technischen Einsätze um 61,5% und jeder ist, Gott sei Dank, immer wieder gesund nach Hause gekommen
  • Wir haben für alle Tätigkeiten zusammen insgesamt 9.275 Stunden unserer Freizeit aufgebracht. Das sind umgerechnet auf einen Arbeiter mit einer normalen 40 Stunden Arbeitswoche 231 Wochen oder urlaubsbereinigt fast 5 Arbeitsjahre

Selbstverständlich wären einige Punkte wie z.B. der Löschwasserbehälter am Richtberg oder das neue Tankfahrzeug  ohne die Unterstützung von außen, sei es finanziell oder auch organisatorisch, nicht möglich gewesen. Und deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle bei Allen, die zum Gelingen und zur Umsetzung dieser Projekte beigetragen haben.

Ich darf auch nochmals auf die 5,5 Tonnen Führerscheinausbildung sowie die Maschinistenausbildung zurückkommen und in diesem Zusammenhang unserem Kassier Anton Moser danken. Er hat, nachdem die dafür eingeteilten Kameraden leider keine Zeit aufbringen konnten,  beide Ausbildungen  übernommen, vorbereitet und letztendlich auch erfolgreich abgeschlossen.

Neue Schmutzwasserpumpe vom Bezirkskommando:

Viele Firmen haben nach diesem Juni-Hochwasser an Feuerwehren oder übergeordnete Kommandos Spenden gegeben. Entweder als Sachgüter oder in finanzieller Form.

So auch die Geschäftsführung eines Vöcklabrucker Einkaufparks an das Bezirkskommando Gmunden. Von dieser beachtlichen Summe konnte das Bezirkskommando mehrere Schmutzwasserpumpen ankaufen und an immer wieder vom Hochwasser betroffene Feuerwehren ausgeben.

Eine dieser Pumpen, die speziell für Katastropheneinsätze entwickelt wurden und äußerst robust sind, wurde auch zu uns verlagert.

Da die Pumpe auch für den überörtlichen Einsatz zur Verfügung stehen wird, wurde dafür eine unserer Transportboxen adaptiert und wird dort zusammen mit dem einsatznotwendigen Equipment wie Schläuchen, Leinen, Treibstoff usw. gelagert.

Zum Projekt Feuerwehrhausbau:

In Bezug auf den Feuerwehrhausneubau wird seitens der Gemeinde und des Landes immer wieder betont, dass der Neubau für das Jahr 2015 außer Frage steht.

Allerdings bin ich, und vielleicht kann das der Eine oder der Andere nach den letzten Jahren verstehen, doch etwas skeptisch.

Nach den positiv umgesetzten Projekten 2013 möchte ich beileibe nicht unhöflich sein, aber ich ersuche doch bei den politisch Verantwortlichen um Verständnis, dass nach nunmehr 17 Jahren „Planung“, der katastrophalen Platznot dringend ein Ende gesetzt werden sollte.

Vorschau auf 2014:

Für 2014 wurden die Termine der Übungen nun wieder auf einen leicht zu merkenden Nenner gebracht, und so werden jeden Monat jeweils am 2. und 3. Freitag die Übungen stattfinden.

Wir werden heuer vermehrt Übungsinhalte auf Selbstrettung bzw. Personenrettung legen. Dazu habe ich Kontakt mit den zuständigen Kameraden der Bergrettung aufgenommen und diese haben dankenswerterweise zugesagt uns diesbezüglich zu  unterstützen.

Seit einigen Wochen stehe ich auch mit Firmen in Kontakt, die sogenannte „Heißausbildungen“ anbieten. Ein solches Ausbildungspaket dauert ca. 4 Stunden und umfasst zum Einen eine theoretische Unterweisung über Einsatzgefahren im Brandeinsatz und die richtige Deutung der Rauchsignale, Zweitens eine praktische Schulung über die richtige Handhabung von Hohlstrahlrohren und abschließend einen realistischen „Heißen Einsatz“ im Brandcontainer.

Es gibt auch eine Änderung die Florianimesse betreffend. Diese wird anstelle des Sonntags bereits am Samstag, voraussichtlich um 17 Uhr abgehalten. Im Anschluss daran findet ein Festakt vor der Volksschule statt, im Zuge dessen das neue Tankfahrzeug den kirchlichen Segen erhalten werden.

Dankesworte:

Bevor ich meine Ausführungen beende möchte ich keinesfalls hintan stehen und darf Jenen meinen Dank aussprechen die mir seit Jahren unterstützend zur Seite gestanden sind und dies, so hoffe und ersuche ich, auch in Zukunft tun werden.

Mein aufrichtiger Dank gilt Herrn Bürgermeister Hannes Schobesberger sowie allen Gemeindeparlamentariern die uns bei den Projekten Tankfahrzeug und Löschwasserbehälter maßgeblich unterstützt und die Umsetzung ermöglicht haben. So ersuche ich auch bei dem noch anstehenden Bauvorhaben um termingerechte Umsetzung und um eine konstruktive Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Ich darf unserm Abschnittskommandant BR Christian Huemer und unserem Pflichtbereichskommandant ABI Christian Gruber nochmals zu ihrer Wieder- bzw. Neuwahl gratulieren und ihnen für Ihre Unterstützung in Rat und Tat meinen kameradschaftlichen Dank aussprechen.

Ein wesentlicher Punkt für einen reibungslosen Einsatzablauf ist die Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte. Stellvertretend für alle Hilfsorganisationen danke ich Polizeipostenkommandant Kontrollinspektor Herbert Spitaler für seine jahrzehntelange Unterstützung.

Mein letzter aber umso herzlicherer Dank geht an meine Mannschaft. Wir haben miteinander gekämpft aber auch miteinander gefeiert. Und ich muss zugeben beides manchmal bis zur Erschöpfung.

Vielleicht ist es jemanden aufgefallen als ich eingangs meiner Ausführungen die im vergangenen Jahr erreichten und umgesetzten Sachen aufgezählt habe. Jede Aufzählung hat mit "wir" begonnen. Diese Punkte haben "wir" zusammen, durch unsere Einsatzbereitschaft und Kameradschaft erreicht.

So soll es bitte auch bleiben und dafür sage ich Euch Danke!

Berichtverfasser: HBI Stefan Schmid

Beförderungen

Zum Oberfeuerwehrmitglied wurde befördert:

Michael Schütter

Zu Hauptfeuerwehrmitgliedern wurden befördert:

Sebastian Hessenberger - Philip Hofmann - Michael Riedl

Ehrungen und Auszeichnungen

Diensmedaille des Landes OÖ für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst:

Stefan Schmid

Dienstmedaille der Marktgemeinde Altmünster für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst:

Ernst Gebhart - Leopold Moser - Mathias Nussbaumer

Ehrenurkunde des OÖ-Landesfeuerwehrverbandes für 60 Jahre Feuerwehrdienst:

Johann Gaigg

Feuerwehrverdienstmedaille des Bezirkes Gmunden 2. Stufe:

Anton Moser - Johann Moser - Stefan Schmid

Herzliche Gratulation allen Beförterten, Geehrten und Ausgezeichneten!

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