Nachruf für unseren Kameraden HFM Johann Gaigg

 

TrauerSein Leben war ein großes Sorgen,
war Arbeit, Liebe und Verstehen,
war wie ein heller Sommermorgen -
und dann ein stilles Von-uns-Gehn.

 

 

Still und unverhofft ist unser Kamerad - HLM Johann Gaigg – oder wie wir ihn alle nannten, der „Spenek Hans“ vergangenen Montag von uns gegangen.

Mit 15 Jahren, im September 1953, ist Hans der Feuerwehr Neukirchen beigetreten. 1960, Hans war bereits zum Hauptfeuerwehrmann befördert, hat er den Lehrgang für Spritzenmeister – oder wie wir heute sagen den Lehrgang für Maschinisten erfolgreich absolviert.

Noch im selben Jahr hat er sich von Neukirchen zur Feuerwehr Reindlmühl überstellen lassen. Er hat sofort mit unserer Bewerbsgruppe mit trainiert und beim Landesbewerb in Wels das Leistungsabzeichen in Bronze bestanden.

Auch zu jener Zeit, als er seine Frau Resi kennen lernte, Haus gebaut hat und eine Familie gegründet hat, ist er immer der Feuerwehr verbunden gewesen.

Hans war ein handwerklich geschickter Mann, und er war hilfsbereit. Zwei Eigenschaften, die ihn Zeit seines Lebens ausgezeichnet haben und durch die er zu einer Stütze unserer Wehr und zu einem beliebten Kameraden wurde.

Vor allem seine berufliche Erfahrung als Forstarbeiter war für unsere Wehr eine große Bereicherung. Er ist immer ganz vorne gestanden, wenn es darum ging nach einem Sturm die Schäden aufzuarbeiten, und er hat dies auch den anderen Kameraden gezeigt und gelernt.

Aber auch nach seiner Pensionierung und seiner Überstellung in den Reservestand war Hans zur Stelle wenn er gebraucht wurde. So war er z.B. als Reservist zwei Tage beim Hochwassereinsatz in Mauthausen im Einsatz, und er war - mit fast 70 Jahren – auch noch beim „Pfusta“ vor 10 Jahren dabei, als der Sturm „Kyrill“ den halben Dachstuhl vom Wirtschaftstrakt weggerissen hat.

Wie man am Ehrenpolster neben seiner Urne sehen kann, wurde sein Wirken in der Feuerwehr mehrmals mit Ehrungen und Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt er unter andern auch die Bezirksmedaille 3. Stufe für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen im Bezirk Gmunden.

Nach seinem 70er hat sich Hans - verständlicherweise – aus dem Eisatzgeschehen mehr und mehr zurückgezogen. „I hob jo eh an Nochfoiga in da Feiawehr!“ hat Hans damals zu mir gesagt, und in seinen Augen konnte man, einen durchaus berechtigten, Stolz leuchten sehen. Gemeint hat er seinen Enkel Michael, inzwischen Kassier unserer Wehr. Er wird seinen Großvater heute auch zu seiner letzten Ruhestätte tragen.

Sein Rückzug aus dem Einsatzgeschehen hat aber nicht bedeutet, dass wir Hans nicht mehr bei uns gesehen hätten. Er hat uns bis zuletzt bei unseren Veranstaltungen unterstützt, und ist bei Ausrückungen und Feierlichkeiten immer bei uns gewesen.

So hat er uns wie immer, auch heuer wieder beim Zeltfest zusammenräumen geholfen. Um drei Uhr früh war er schon im Zelt und hat gefragt wo er helfen kann. Vor drei Wochen bei der Eröffnung vom Feuerwehrhaus ist er noch unter uns gesessen, hat mitgefeiert und sich mit uns über das neue Haus gefreut.

Umso schockierender am Montag dann die Nachricht von seinem Tod.

Unsere Feuerwehr verliert mit Hans einen besonnenen, standhaften und ehrenwerten Kameraden, der 64 Jahre von seinem Leben unserem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“ gewidmet hat.

Lieber Hans, im Namen der Feuerwehr und für alle Kameraden bedanke ich mich für alles Gute, dass du für unsere Feuerwehr getan hast und für den Weg den wir miteinander gehen durften.

Wir werden dich stets ehrend in Erinnerung behalten!

Gut Wehr!

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